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Athletenbericht Heiko Gerhart, 06.04.2014 Duathlon Reinheim

Reinheim 06. April 2014 Duathlon

Bei idealen Wettkampfbedingungen waren am Sonntagmorgen 5km laufen 33km Rad fahren und abermals 5km laufen zu bewältigen.

Besser hätten die Voraussetzungen nicht sein können. Mit einer geballten Motivation von einem Tag zuvor ging es an die Startlinie. Es sollte der Tag der Großwallstädter/TSG Fraktion werden. Doch alles von Anfang an. Es war ähnlich wie immer auch wenn ich sonst auf den letzten Drücker erscheine war ich wieder mal ewig pünktlich an der Wettkampfstätte. Zum Glück. Bis zum Wettkampfbeginn war noch über eine Stunde Zeit. Also alles easy. Dachte ich!
Da ich Nachmelder war hatten sie kurzerhand meine Startnummer bereits an einen anderen Teilnehmer vergeben also keine 151 sondern 171 heißt nochmals alles ausfüllen etc., zurück ans Auto Rad aufpumpen, doch die Pumpe gab den Geist auf. Irgendwie kein halt am Ventil und nix ging mehr über 3 bar. Ganz großes Kino! Aber es war ja noch so viel Zeit. Fabian hat mir dann netterweise seine Pumpe ausgeliehen, welche dann auch funktionierte. Alles gepackt Startplatz eingerichtet und dann nur noch die Startnummer ans Startnummerband. Na klasse – nächster Mist. Beim letzten Rennen hatte ich dummerweise die beiden Befestigungsteile des Bands entfernt und diese lagen nun auch noch daheim und nu – jetzt wurden die alten Sicherheitsnadel ausgebackt. Es kam noch schlimmer. 3 Minuten vor dem Start kam mir in den Sinn was ich mache wenn ich Platten habe. Richtig doch wie nur ohne Reifenheber. Sind daheim in der Rennradtasche. Also alles was ich am Rad hatte ab. Pumpe, Schlauch, Gaspatrone alles in den Wechselbeutel und siehe da. 1:30 bis zum Start. Keine Sekunde gedehnt aber noch 200 Meter bis zur Startlinie. Das war mein Warmlaufen. 3, 2, 1 weit gefehlt es gab kein Startschuss. Pistole hat versagt. Es schien alles schief zu laufen was nur geht. Aber das war die letzte Panne an diesem Tag und endlich ging es los.

Direkt von der Startlinie an wurde mächtig Tempo gemacht. Es ging den ersten Kilometer relativ steil bergan. Maxi, Benny und Co. waren bereits nach 100 Meter weg. Doch irgendwie ging das gerade so weiter. Nach 800 Meter nur noch Rang 15. Die Hölle - ein Tempo wie vom anderen Stern. Puls 183. Zu flott und dann piepte es auch das erst Mal 4:20 und gefühlt 100 Höhenmeter. Krank! Es ging so weiter der zweite km ging auch noch leicht bergan und dann wurde es flüssig. Endlich kamen die Beine ins Rollen und die km 3-5 verflogen wie im Flug im 3:30 Schnitt – hier ging es aber auch die Höhenmeter bergab, welche wir zu Beginn bergauf gelaufen waren. Beine auf und Feuer. Ich hatte dann eine gute 3er Gruppe, welche ich aber kurz vor der Wechselzone ziehen lassen musste. 18:45 für die ersten 5km waren ok. Nun ging es durch die lange Wechselzone innerhalb des Sportgeländes. Eine Sportplatzlänge auf und ab und noch mal halber die Gegengerade und endlich war das Rad erreicht. Wechsel lief nur solala. Nun musste die „heilige Kuh“ das fliegen lernen. Der erste Anstieg stand bevor. 2km bergauf, dann eine knackige Abfahrt. Aeroposition und volle Möhre über das Kopfsteinpflaster und weiter in die Abfahrt hinein. Dann ging es auf ein langes Stück Landstraße. Jetzt hieß es die Kuh auf Tempo zu bringen und gleiten. So war es dann auch. Über zwei drei engere 90 Grad Kurven ging es dann über einen Radweg zurück nach Reinheim und ab in die zweite Runde. Sven Lang und ich battelten uns 3 Runden lang. Bergauf war ich schneller bergab und in der Ebene musste ich Ihn immer wieder ziehen lassen. In der letzten Runde habe ich dann die letzten 3km ein wenig rausgenommen um nochmals gut Laufen zu können.

Ab in die Wechselzone und da liefs gar nicht gut. Erst ewig mit dem Rad den Sportplatz hoch und runter und dann an den Wechselplatz. Helm ab, Radschuh raus. Laufschuh an an an. Man man man. Hinten den Schuh runter getreten. Schuh wieder raus, mit Schuhlöffel das zweite Mal rein und nach gefühlten 100 Sekunden ging es dann endlich wieder los. Volker Hain war dann auch bis auf 5 Sekunden dran. Jetzt galt nur noch eins. Beine in die Hände und das letzte mal den Berg hoch. Gefühlt war das erst mal gar nicht rund aber irgendwie kamen die beiden Läufer vor mir immer näher. Zuerst habe ich den Sven nun wieder geholt und in der bergab Passage noch einen ältern Herrn. Nach weiteren 20:54 war ich dann endlich im Ziel.

Reinheim ist ein toller Wettkampf, da hier alles recht familiär abläuft. Vom Parkplatz bis zum Start benötigt man in der Regel nicht mehr als 2-3 Minuten. Die Orga ist ebenfalls jedes Jahr erste Sahne. Von meiner Seite kann ich diesen Wettkampf jedem nur weiterempfehlen. Wie Ihr seht rollt der TVG-Express und öffnet nächsten Sonntag in Grießheim das nächste Türchen. Allen eine gute Woche.

 

Sportliche Grüße vom

Hutzelgrundkenianer