Mitglieder Login

Statistik

Anzahl Beitragshäufigkeit
1113293

Unsere Partner

     
     

1888

   
     
     
 

 

 

 
       
   
     
   
     
   

Freitag, 15.07.11, maui

Ja, es ist (wiedermal) vorbei. Es ist vollbracht! Wir waren dabei beim schnellsten Triathlon aller Zeiten! Doppelter Weltrekord in Roth! Chrissi und Andy haben in der großen Sportwelt neue Maßstäbe gesetzt.
Wir Großwallstädter habe dieses im Kleinen für uns getan!

 

Es war ein unglaubliches Ereignis. Ich habe Gänsehaut beim Schreiben dieser Zeilen. Ein Erlebnis, dass wir nie vergessen werden!

 

Meinen ausdrücklichen Glückwunsch an die Staffel, die eine hervorragende Leistung gezeigt hat! Das war ein verdienter Sieg! Ich habe alles gegeben und es lief bei mir richtig gut. Endlich hat sich mein vieles Training richtig ausgezahlt. Ich konnte mich in allen Disziplinen und insgesamt verbessern. Natürlich hat der Wettstreit mit der Staffel dabei auch geholfen. Es war ein Musterbeispiel für den Spruch: „Konkurrenz belebt das Geschäft“!

Trotzdem hat die Staffel gesiegt.

Yvonne hat erst vor 2 Jahren angefangen mit dem Kraulschwimmen. Sie dürfte nur ein Bruchteil meiner Trainingsschwimmkilometer in Armen und Beinen haben. In Fulda und beim Moret war ich noch etwas schneller als sie. Trotzdem hat sie es mit viel Talent und noch mehr Eifer geschafft, wovon andere alte Hasen noch träumen, die 3,8 km unter 1:15 h zu bewältigen.

Dann dieser Norbert – der Verrückte – der Perfektionist! Ich bin wirklich richtig gut Rad gefahren. Als ich nach 5:20 vom Rad stieg, wusste ich, daran hat Norbert zu knabbern. Aber natürlich hat er auch noch diese Zeit unterboten. Immer wieder hatte er sein geliebtes MTB stehen lassen und sich in Triathlonhaltung auf sein Rennrad gesetzt, hat seine Position gefühlte 7,5 Millionen Mal geändert und es allen gezeigt, was man durch gezieltes Training und intensiver Vorbereitung alles leisten kann!

Vor dem Wettkampf zweifelte er noch daran, dass er unter 5:30 h fahren kann, dann legte er eine 5:18 h für 182 km hin – und dass als Berg und MTB-Spezialist!

Hilmar, der doppelte Ersatzläufer war ebenfalls schneller als angekündigt auf der Marathondistanz. Auch er war ein Glücksfall für unser gelungenes Wochenende in Roth. Ich selbst habe ihn für die Staffel organisiert. Bei aller Konkurrenz, selbstverständlich hilft man sich gegenseitig wo man kann!

Ursprünglich geplant war die Staffel mit KlausPeter. Als dieser ausfiel sprang Jürgen in die Presche. Natürlich waren Jürgen und KlausPeter trotz ihrer Verletzungen an der Strecke zum unterstützen! So macht man das in einem guten Team! Im Triathlon gönnt jeder dem anderen den Erfolg und hat Respekt vor der Leistung der anderen!

 

Ein ausführlicher Triathlonbericht folgt natürlich noch von mir. Trotzdem hier noch ein paar Worte zum vergangenen Wochenende!

Es hat Spaß ohne Ende gemacht! Beim Radfahren hatte ich 182 km lang das Grinsen im Gesicht (beim Laufen nicht immer). Die vielen Menschen an der Strecke taten so unglaublich gut. Noch mehr natürlich die ganzen bekannten Gesichter:

Klaus-Peter, Gitte, Kashif, Edith, Peter, Thoralf, Heiko, Jürgen, Florian, Yvonne, Norbert, Hilmar und viele mehr.

Überwältigt war ich auch von dem riesigen Interesse in der Heimat. SMSse, Mails, Anrufe, persönliche Glückwünsche. Ich weiß nicht genau wie viele Leute den Live-Ticker oder Live-Stream verfolgt haben, aber es waren unglaublich viele.

Dafür ein herzliches Dankeschön. Es zeigt die große Verbundenheit der Ausdauersportler, speziell der aus Großwallstadt und Umgebung!

 

Auch auf diesen Blog bin ich stolz, denn ich weiß inzwischen, wie viele Menschen ihn verfolgt haben, mit uns gelacht oder gelitten haben. Es hat Spaß gemacht, sich hier zu präsentieren und sich spaßhaft zu duellieren!

 

Vielleicht kann man das ja noch mal machen, denn nach dem Rennen ist vor dem Rennen, beim Triathlon geht es rund und der nächste Triathlon ist immer der Schwerste, denn vorbei ist es erst, wenn man die Ziellinie überquert hat!

 

In diesem Sinne: Wallstadt: Helau!

Dienstag, 12.07.11, norbert

Es ist vorbei und eines ist sicher: Es war das Ausdauererlebnis meines Lebens! Das intensive Training, die vielen technischen Überlegungen für`s Bike und zur Ausrüstung. Die  Einträge im Blog. Das alles hat unheimlich Spaß gemacht! Ja wirklich, ich rede von SPAß! Es war keine Quälerei wie in meinen vielen Rennen zuvor. Nein, ich hatte an diesem Tag so viele Gänsehäute wie noch nie! Beim Einlass in den Athletenbereich, beim Abspielen der Nationalhymnen. In jedem Ort Party, an jeder Steigung laute Rockmusik. Überall Kinder, die dich alle abklatschen wollen. In Eckersmühlen die legendäre Biermeile und dann der Solarer Berg! Einfach einmalig! Über zehntausend Leute die dich dort hochschreien. Darunter auch Edith, Klaus, Gitte, Jürgen und Florian, die Unterstützung aus dem eigenen Ort. Ich rufe ihnen zu "Wallstadt"! Zurück schallt ein lautes "Helau"! Eine einzige riesige Partyregion. 182 Kilometer Gänsehaut, auf der man entlang fliegen kann! Nur so ist auch die Wahnsinnszeit zu erklären! Und dann schließlich der finale Einlauf ins Stadion mit Yvonne und Hilmar! Emotion pur! Danke Maui, dass du mich dorthin geschleift hast. Ich habe keine Sekunde bereut! Ach ja, wie unser Duell ausgegangen ist? Wir haben 3:0 gewonnen! Aber nur nach den nackten Zahlen. Maui hat das alles ganz alleine gemacht! Ein Wahnsinn, er ist der wirkliche Sieger. Definitiv!

Freitag, 08.07.11, norbert
(mein letzter Eintrag vor dem Rennen)


Jetzt auch noch das! Da haben wir über verschlungene Pfade und mit viel Glück doch noch einen Staffelläufer gefunden und nun meldet der Wetterbericht urplötzlich schwere Gewitter und starke Regenschauer! Ich will nicht jammern aber unter diesen Bedingungen haben Radfahrer immer die A...-Karte! Sicher: Vom Blitz getroffen werden können natürlich alle drei. Manche soll es ja sogar schon dort erwischt haben, wo der Kaiser zu Fuß hingeht, aber der Schwimmer ist eh nass und der Läufer hat auch mit triefenden Turnschuhen immer noch genügend Gripp auf dem Untergrund. Wenn allerdings ein nur 18mm schmaler Rennradreifen bei Tempo 60 oder 70 abschmiert, dann gute Nacht schöne Heimat! Da sage ich nur "Innsbruck". Mika weis nämlich, dass es dort ein wunderschönes "Auffanglager" für ramponierte MTB-ler geben soll. Bei misslungenen Manövern imSteilhang "Hand heben und Innsbruck rufen!", so hat er es bei der letzten Besprechung für unsere MTB-Tour im Zillertal empfohlen. Darauf habe ich aber überhaupt keinen Bock! Weder dort, noch in Roth! Da die klassischen Wetter- Abwehrmöglichkeiten wie Regenschirm, Blitzableiter oder schwarze Kerze definitiv ausscheiden, bleibt nur noch eine ernsthafte Option: Ziele überdenken und im Zweifelsfall einfach Tempo herausnehmen. Bei solchen Verhältnissen kann für Hobbysportler einfach nur Ankommen das Ziel sein, zumal ich noch sehr gut in Erinnerung habe, wie mich die Physik vor 12 Jahren mit "nur" Tempo 34 komplett zerlegt hat! Aber Maui aufgepasst: Keine Entwarnung für dich! Im Gegenteil, die Situation macht uns noch gefährlicher! Die Gewitter sind nämlich für den späten Nachmittag gemeldet und wenn Yvonne und ich eine gute Zeit vorlegen, kommt dann vielleicht auch noch Hilmar, unser neuer Läufer aus dem Mittelfränkischen, noch trocken durch. Ach ja, ich muss ihm ja auch noch deine Startnummer mitteilen, damit er dich schön grüßen kann, wenn er dich überholt! Alsdann: Gas geben, solange es noch trocken ist, denn wie sagte einst schon Gorbatschow: "Wer zu spät kommt............!"  Wir sehen uns im Zielbereich!

Donnerstag, 07.07.11, maui

Noch 3 Tage….

Die Vorbereitung ist abgeschlossen. Heute Morgen, das fand mein Abschlussschwimmen im Niedernberger See statt. Heute Abend dann noch mal mit Norbert eine Runde mit dem Fahrrad drehen, kurz Laufen und den Radcheck beim Raddoktor durchführen – das war es dann (wieder).

Zurückliegt eine fast perfekte Vorbereitung. Keine Krankheiten, keine nennenswerten Verletzungen, nur ein paar Hypochondererscheinungen.

Am 01.12.2010 hatte ich meine offizielle Vorbereitung begonnen.

 

Von Dezember 2010 bis Juni 2011 bin ich
 188,5 km geschwommen (2008:  183,8 km, 2010:  187,7 km)
5432,1 km in geradelt (2008: 4957,4 km, 2010: 4521,0 km)

1257,4 km gelaufen    (2008: 1106,6 km, 2010: 1306,0 km)

 

Das waren

83 Schwimmeinheiten (Schnitt: 2,27 km)

89 Radeinheiten     (Schnitt: 61,0 km)

96 Laufeinheiten    (Schnitt: 13,1 km)

 

Hinter mir liegen 2 Trainingslager, eine lange alkoholfreie Zeit die ich mit alkoholfreiem Weizenbier überbrückt habe, endlose Diskussionen mit Norbert über die beste Taktik oder Fahrerposition, tolle Erlebnisse und die Erkenntnis, das Radfahren vor allem in der Gruppe ein genialer Sport ist!

 

Jeden Tag wird natürlich die Wetterprognose für Sonntag gelesen. wetter.com, wetter.info, wetter.de, wo ist das passende Wetter für uns dabei? Endlich sind die Aussichten etwas besser. Bisher war immer Regen und Gewitter vorhergesagt. Jetzt soll es bewölkt und sonnig sein. Vielleicht etwas Regen, bis 24 Grad – eigentlich optimal!

 

Übrigens hat Norbert schon wieder technische Neuerungen an seinem Fahrrad! Zum einen montiert er kurz vor dem Rennen noch mal einen neuen Sattel (wahrscheinlich hat dieser 0,753 Gramm weniger Gewicht) und dann hat er noch scheinbar einen neuen Tacho. Dieser zeigt jetzt auch das aktuelle Alter des Fahrers an! Er erzählte mir nämlich in dieser Woche, dass auf dem Bauernweg irgendetwas über 50 auf seinem Tacho beim Radfahren gestanden hätte…… 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 06.07.11, Yvi

 

Ja in wenigen Tagen ist es endlich soweit und wir dürfen in Roth starten.

Ich freue mich schon riesig auf diesen Event und bin bis jetzt auch noch nicht so aufgeregt wie Maui.

Ist ja auch klar, ich muss ja "nur" Schwimmen!

Das jetzt auch Jürgen als Läufer für unsere Staffel  ausfällt ist schon extrem hart und einen Ersatz in der kurzen Zeit zu finden fast unmöglich. Im Notfall müssen Norbert und ich es zu Ende bringen und das ist genau das, was Maui die ganze Zeit schon wollte, nämlich, dass wir gegen ihn verlieren!!!! Das mit dem Unkraut zupfen hat ja leider nichts bei ihm gebracht, außer Muskelkater. Und wann bekommt man Muskelkater, genau dann wenn man ungewohnte Bewegungen macht!!!!!Gell Maui!?Grins!

Aber eins ist sicher, wir werden, egal wies ausgeht  unser Bestes geben und anschließend, mit unserem Fanclub, Party machen ohne Ende!

Und übrigens zum Thema Rasen mähen....... für was hat man denn Kinder????

Dienstag, 05.07.2011, norbert

Das Fiasko ist perfekt! Nach Klaus hat nun auch Jürgen verletzungsbedingt abgesagt! Somit haben wir schon den zweiten Marathonläufer verschlissen. Was nun? Der Hilferuf ist gestartet und mal sehen, wer das übernehmen kann. Wenn nicht, müssen halt Yvonne und ich das ganze gemeinsam zu Ende bringen! Notfalls auch außerhalb der Wertung. Aber egal wie, auch unter diesen Vorzeichen freue ich mich trotzdem immer noch auf diese Veranstaltung. Ich kriege jetzt schon Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass am Sonntag früh um 6.25 Uhr die Nationalhymne gespielt wird und dann tausende Schwimmer das Wasser in eine brodelnde Suppe verwandeln. Wir sind dann auch ein Teil dieser Veranstaltung, wenn auch nur ein ganz kleiner, aber sicher wird es ein riesiges Erlebnis werden, angefeuert von zehntausenden von Zuschauern einmal zu Schwimmen, Rad zu fahren oder zu laufen. Aufgrund der Situation habe ich jetzt aber meine Ziele relativiert. Mir ist es nur noch wichtig, dass wir das ganze irgendwie anständig ins Ziel bringen. Egal wie, aber ich will am Sonntag Nachmittag dieses verdammte Finisher Shirt anziehen auf das ich schon ein halbes Jahr hin trainiere. Und dann will ich eine große Maß Bier trinken, egal ob unter oder über sechs Stunden Fahrzeit! Ich überlege sogar, Maui den Teilsieg im Rad fahren zu überlassen. Er ist ein prima Kumpel und eh der bessere Zeitfahrer und er hat es auch verdient. Obwohl, ich bin mir da aber noch nicht so sicher, ob meine Beine das auch wollen. Aber erst mal einen Läufer finden und dann schaun wir was geht.

Übrigens Yvonne, schade, dass Maui hat unsere Taktik durchschaut. Aber das mit der Suppe die Durchfall macht, das verraten wir nicht!

Dienstag, 05.07.2011, maui

Noch 5 Tage…
Das ist ja wohl das Letzte! Solch eine Gemeinheit hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Ich hätte es wissen müssen! Und ich falle auch noch darauf rein – ich, der erfahrene, mehrfache Ironman. Bestimmt war es Norberts Idee. Ja, das trägt seine Handschrift  - eindeutig. Aber das meine herzallerliebste Yvi da auch noch mitmacht. Die Welt ist so schlecht!
Den ganzen Montag habe ich gegrübelt wo meine Beschwerden im Oberschenkel herkommen. Von dem bisschen Radfahren (2:18 h, 64 km, 510 hm) und Laufen (0:45 h, 8,6 km) am Samstag konnte es ja wohl nicht kommen, sonst hätte ich am kommenden Sonntag in Roth noch ein ganz anderes Problem. Das Schwimmtraining am Freitag bei Steffi konnte es auch nicht gewesen sein. So kompliziert waren ihre Übungen diesmal nicht.
Am Montagnachmittag kam dann die Erleuchtung. Nicht nur der Oberschenkel, nein meine ganze untere Rückseite tat weh. Zum Glück, denn jetzt wusste ich, dass es sich nicht um eine Zerrung sondern um ganz  gewöhnlichen MUSKELKATER handelt! Und das mir, der in den letzten 7 Monaten bis zu 25 h pro Woche für die Langdistanz trainiert hatte.

Was war geschehen?
Ganz scheinheilig hat Yvi mir meine samstägliche Hausarbeit zugeteilt: Unkraut zupfen, vor dem Haus und hinten im Garten komplett. Immer wieder bücken, hochgehen, den Rücken und die ganze Rückseite belasten. Für mich völlig ungewohnte Bewegungen! So will man mich offensichtlich psychisch fertig machen. Aber der Schuss geht nach hinten los! Um sicher zu gehen, bin ich gestern wieder locker gejoggt. Es ging prima! Ich fühle mich besser als je zuvor!

Ich bin jetzt gespannt, was mit dem Staffelläufer passiert. Wahrscheinlich wird kurzfristig noch Haile Gebrselassie verpflichtet. Aber auch das wäre mir egal!
Ich freue mich wieder auf den Triathlon! Und wie!

Zieht Euch warm an, ihr TZTs (Teilzeittriathleten)!

Montag, 04.07.2011, maui

Jetzt sind es nur noch 6 Tage bis zum großen Triathlon.
Die Euphorie ist derzeit etwas gebremst. Die Staffel macht sogar mir Sorgen. Yvi’s Fuß wird wohl beim Schwimmen funktionieren und ansonsten ist sie gut drauf! Norberts Blessuren verhindern jegliche Laufaktivitäten derzeit, auf dem Fahrrad läuft es aber bei ihm. Seine MTB-Kollegen beschweren sich zwar inzwischen, dass die Touren derzeit nicht mehr so anspruchsvoll wie sonst sind, aber ich kann ihn verstehen, dass er jetzt kürzer tritt vor dem großen Wettkampf.
Unerwartet macht die letzte Sportart, das Laufen jetzt die größten Probleme. Jürgen ist nicht fit und es ist derzeit ungewiss, ob er an den Start gehen kann. Natürlich bemühen wir uns gemeinsam um Alternativen. Aber das wird ganz schwierig!

Mir selbst geht es leider auch nicht gut. Am Samstag stand noch einmal eine Koppeleinheit auf dem Programm. Aus den geplanten 90 Minuten wurden 135 Minuten Radfahren und danach noch eine lockere Kleinwallstadtlaufrunde (45 Minuten) im 5:20 Min/km Tempo. Das Radfahren war schwierig, das Laufen ging wieder recht locker.
Aber seit Sonntagmorgen dann Beschwerden im linken Oberschenkel, vor allem nach Ruhephasen wie sitzen oder liegen. Alle Alarmglocken läuten natürlich so kurz vor dem Wettkampf. Es sind keine Schmerzen, aber es ist etwas da. Also nehme ich alles an, was ich sonst verteufele: Creme und Kügelchen von Yvi. Die geplante Laufeinheit am Sonntag habe ich abgesagt und ich werde diese Woche noch weniger machen, als ich wollte. Vielleicht wird es mich im Wettkampf gar nicht behindern, aber die Ungewissheit ist einfach doof!

Der Wettstreit mit der Staffel ist erst einmal ganz weit in den Hintergrund getreten.

Das ist die Kehrseite einer langen Vorbereitung. Schnell kann alles umsonst gewesen sein.

Aber soweit wollen wir nicht denken! ES WIRD ALLES GUT!

Übrigens Challenge-wife: Toller Beitrag, aber den Rasen haben ich schon lange nicht mehr gemäht…..

Dienstag, 28.06.2011, Edith

Ein „Challenge-wife“ sieht rot(h)
2011 ist ein ganz besonderes Jahr für Norbert. Es ist das Jahr, in dem er erfahren hat, dass „Stabi“ kein Hundename ist und dass man in einem Schwimm-Bad nicht nur baden, sondern auch schwimmen kann. Er hat sozusagen über den „Lenkerrand“ geschaut – mein Mann ist im Begriff, ein Triathlet zu werden.
Norbert trainiert für Roth. Allerdings nur als Radfahrer in der TVG-Staffel
(Dieses Weichei!....Obwohl: für den Anfang.....Obwohl: Maui schafft doch auch alle drei Disziplinen!....Obwohl: dann müsste ich ja auch noch selbst den Rasen mähen.....Obwohl: das kriegt Maui doch auch noch hin...oder macht das Yvi?.....)
Genug philosophiert: Wir sind beide über 50 und von Jugendbeinen an Sportler – in den letzten 15 Jahren überzeugte Mountainbiker. Nun gut, meine Erfahrungen in anderen Disziplinen sind auch mal gerade ein Jahr jung. Aber eines haben wir gemeinsam: Bei unseren sportlichen Aktivitäten haben wir beide lieber Waldboden unter den Stollen als Schwimmbadwasser im Magen! Nur - in diesem Jahr muss der Wald leider allzu häufig auf unseren Besuch verzichten: Will heißen – stundenlanges Rollen auf Teer. Er, liegend auf dem aerodynamischen, superleichten Triathlonvorbau. Als sein Windschatten erlebe ich solche „Flachetappen“  - na ja – unspektakulär:
Manchmal schweift mein Blick sehnsüchtig „offroad“ zum Waldrand, wo die verwinkelten Singletrails locken. Dann habe ich wieder das seit über 30 Jahren bekannte Hinterteil im Blick. Ich denke an unsere Ausdauertruppe und unser Zillertal-Event. Das ist schon ein toller Haufen. Ist das nicht rührend: Claus hat alternativ zur Rennradtour eine MTB-Runde auf der Homepage angeboten – extra für mich, wie er behauptet!
Ich beobachte meinen Teilzeit-Challenger bei seinen akribischen Vorbereitungen zuhause und denke, dass so langsam alles passt: Aero-Lenker,  Aero-Trinkflasche, Zeitfahr-Sattelstütze. Und doch wird es in allerletzter Minute noch einmal irgendeine Änderung geben. Ich weiß, dass bei Norbert nichts so vorhersehbar ist wie das Unvorhergesehene, und ich weiß es, weil das schon seit über 30 Jahren so ist. Sponti bleibt Sponti!

 

Donnerstag, 24.06.2011, maui

Das ist schon etwas beängstigend, was Norbert alles so schreibt und so trainiert. Er ist eben ein Perfektionist und stellt dem gesteckten Ziel alles unter – selbst sein geliebtes Mountainbiking. Ich glaube, das Schlimmste was passieren konnte, ist, dass er beim Training in Roth in der zweiten Runde nicht hinterher kam. Seit dem trainiert er noch mehr. Und sein Selbstbewusstsein wächst. Da wird nicht mehr an unter 6 h Radzeit gezweifelt. Jetzt wird sogar die 10 Stundengrenze für die Staffel offen in den Mund genommen. Das Schlimme daran ist: Er hat recht! Ich könnte jetzt rechnen:
Yvi schwimmt in 1:10 h,
Norbert fährt mit Sicherheit unter 5:30 h, vielleicht sogar eine 5:15 h und
Jürgen ist derzeit so gut drauf, dass ich ihm eine 2:55 h zutraue. Da es für die Staffel keine Wechelzeiten gibt, käme man auf eine Endzeit von 9:20 h – 9:35 h! Eine utopische Zeit für mich als Einzelstarter.
Aber Aufgeben gibt es natürlich nicht für mich!

Mein letzter Härtetest, der Moret-Triathlon, lief sehr gut. Ich habe mich im Vergleich zum Vorjahr von Platz 20 auf Platz 13 in meiner Altersklasse verbessert, Gesamt von Platz 98 auf Platz 65 und beim Radfahren sogar um 65 Plätze verbessert . Der abschließende Lauf von 22 km ging ganz locker von der Hand (Fuß). Der Durchschnittspuls stimmte auch im Vergleich zum Vorjahr (Yvi hatte sich darüber lustig gemacht, dass ich so etwas vergleiche). Da sollte zumindest eine 10 vor dem Komma stehen bleiben können. Beim Schwimmen war ich natürlich wieder viel zu hastig. Einen Durchschnittspuls von über 150 habe ich weder beim Radfahren, noch beim Laufen. Ich bestreite natürlich, dass es an dem familieninternen Duell mit Yvi im Wasser liegt, dass ich so schnell angegangen bin! Sicher ist: In Roth muss ich deutlich langsamer im Wasser machen, um mir die Kraft für die 2 nächsten Disziplinen aufzuheben!

Eine andere Rechnung hätte für mich fatale Folgen: Ich hatte mir schon überlegt, ob man die Disziplinen einzeln werten könnte: Gegen Jürgen habe ich keine Chance, aber bei Yvi und Norbert wird das deutlich knapper werden. Aber selbst einen 2:1 Sieg in den Disziplinen würde ich beim Laufen teuer bezahlen.
Also bleibt nur noch an mich zu denken und die Staffel ziehen lassen. Immerhin starte ich 1:35 h vor der Staffel. Ich finde diesen Vorsprung gerecht und werde versuchen ihn ins Ziel zu verteidigen. Mir sollte eine 10:54 h ausreichen, um vor der Staffel ins Ziel zu kommen!

Dank Norbert habe ich endlich meine neuen Laufräder. Diese sehen nicht nur super gut aus, sondern fahren auch besser. Aber auch hier habe ich bei der Investition die Relation zu meinem eigenen Leistungsvermögen nicht vergessen. Man hätte auch das 2-5 fache für neue Laufräder ausgeben können.

Norbert hat natürlich auch noch mal nachgelegt. Er experimentiert nun mit einer neuen aerodynamischen Trinkflasche herum. Mein bisheriges Trinksystem am Triathlonlenker hat er natürlich auch schon adaptiert! Somit spart er noch mal ein Kilo für die 2. Trinkflasche und hat noch mal einen besseren CW-Wert. Schon verrückt dieser Typ. Aber positiv! Norbert ist ein absoluter Glücksfall für unsere Ausdauer-Truppe. Er ist so erfahren und so gut, hat aber keine Probleme, sein Wissen und sein Können an uns unerfahrene Fahrradneulinge weiterzugeben! Diesen Montag gab es wieder eine Lehrstunde in Sachen Fahrtechnik für uns!

Jetzt sind es nur noch 16 Tage bis zum großen Triathlon. Das Tapern hat längst begonnen. Ab nun hört man täglich in seinen Körper hinein.

·         Was machen die Muskeln?

·         War da eben ein Halskratzen?

·         Seit wann bläht der Bauch nach dem Verzehr von Zwiebeln?

·         Warum juckt jetzt der kleine Zeh? Geht das jemals wieder weg?

Alles diese Hypochonder-Fragen.
Jetzt heißt es: Weniger ist Mehr. Das ist gar nicht so leicht, wenn man fast 8 Monate hart trainiert hat und sowieso süchtig nach Bewegung ist.

Nur noch kurze Einheiten und die Muskulatur schonen. Fit werden für den großen Tag!

Und natürlich weiter die Gegner im Auge behalten …..

Sonntag 19.06.2011, norbert

Noch 20 Tage bis Roth. Yvonne und Maui haben den Moret Triathlon als letzte Wettkampfeinheit ausgewählt, ich war in Urlaub. Besser gesagt in den Vogesen mit unserem Radclub „Cross-Wallstadt“. Wo sonst könnte man sich besser den letzten Feinschliff holen als hier, wo die Bergetappen der Tour de France ihre Ursprünge haben. Schon vor hundert Jahren haben sich hier Rennradler die Ballons hoch gequält. Während mir aber mit meinem ultraleichten Karbonrenner 20 fein abgestufte Gänge zur Verfügung stehen, mussten die Akteure damals zum Gangwechsel noch das Hinterrad ausbauen und drehen. Dort war dann nämlich das zweite, größere Blatt montiert. Wir haben mit dem Club ein paar schöne Touren gemacht. Der Col de Fouchy oder der Col du Kreuzweg ist Tour-Fans sicher ein Begriff. Aber auch der Kaiserstuhl mit dem Texas-Pass ist ein Revier allererster Sahne und vom Elsass aus durchaus erreichbar. Allerdings wollte bei meiner letzten langen Trainingseinheit irgendwie keiner mit! Der Aufstieg zur Route des Crêtes über den Col du Platzerwasel ist einer der fiesesten in der Gegend. Mit Rampen um 10 Prozent will das Ding nie aufhören und selbst wenn man oben ist, ist man doch noch nicht oben, denn dann kommt noch eine weitere kurze Auffahrt zum Breitfirst auf 1282 Meter Höhe. Aber ich hatte mir das ja so vorgenommen und dann meinen inneren Schweinehund gleich noch auf eine letzte große Probe gestellt. Nach der Abfahrt über den Markstein, dann in die Rheinebene, von Neuenburg über Breisach bis nach Markolsheim. Auf ca. 35 km Streckenlänge ist hier der Asphalt bretteben, schnurgerade und kaum befahren. Auf den Lenker legen und im gleichmäßigen Rhythmus pedalieren. Auch wenn`s unten rum unangenehm wird, auch das will trainiert sein, denn jedes Aufmachen kostet Sekunden. Zumindest im Wettkampf. Jetzt gönne ich mir aber erstmal einige Ruhetage, dann kommen noch ein paar Intervalle, und dann heißt es: Beine hochlegen und auf die Form warten. Unter sechs Stunden! Das müsste doch jetzt in Roth zu machen sein!

Übrigens: Ich hatte mein MTB dabei und überhaupt nicht angerührt! Deshalb überlege ich mir gut, ob ich dieses Jahr noch mal auf das Hoffest von Manfred gehe.

Montag 30.05.2011, norbert

Zwei Zentimeter machen tatsächlich den Unterschied aus. Zwei Zentimeter mehr, das ist eine andere Welt. Ich habe nämlich noch einen letzten Test durchgeführt und meinen Vorbau von 100mm und Minus 6° auf 120mm und Minus 17° verändert. Ich liege jetzt noch gestreckter auf meinem Lenker, bin dadurch noch etwas tiefer auf dem Rad und habe noch etwas weniger Luftwiderstand. Natürlich  kann ich mit meinem Renner die aerodynamische Werte von Maui`s Zeitfahrmaschine noch nicht erreichen, aber immerhin, ich bin schon wieder ein Stückchen näher dran. Allerdings greift jetzt der Eisenmann materialtechnisch richtig in die Vollen! Aero-Laufräder von Mavic. Mit Carbon und hohen Felgenflanken will er sich den vielleicht entscheidenden "Trainingsvorsprung" verschaffen. Diese Dinger sollen ja quasi im Wind "segeln" und dann einiges weniger Watt an Leistung aus den Rennfahrerbeinen ziehen. Aber für mich ist das klar Wettbewerbsverzerrung und ich überlege, den Fall vor den Ältestenrat des Vereins zu bringen! Mal sehen was die dazu sagen! Ich selbst werde mich aber auch dadurch nicht aus dem Konzept bringen lassen und meinen Trainingsplan weiter strikt einhalten. Letzten Montag stand eine MTB- Tour mit der Montagsgruppe auf dem Programm. Sulzbacher Wald- Kleinwallstadt - und der Absacker bei Rochi`s im Schwimmbad mit einem frischen Weizenbier! Von nichts kommt nämlich nichts! Ach ja, am Wochenende war dann Grundlagenausdauer bei der RTF in Wenigumstadt angesagt. Über meine weiteren Aktivitäten lege ich den Mantel des Schweigens! Aber auch meine Staffelpartner sind gut im Plan. Wenn Yvonne so weitermacht wachsen ihr sicher schon bald Flossen und auch Jürgen lässt sich immer öfter beim Mittwochstraining blicken.

Donnerstag, 26.05.2011, maui

Seit Sonntag ist Großwallstadts Welt wieder in Ordnung! Bei der Fahrradtour mit Edith, Claus und Norbert war der Fahrradgrufty wieder erster auf dem Berg bei Collenberg. Es sollte ja eigentliche eine ruhige Tour im Grundlagenausdauerbereich sein. Da Norbert und ich uns nicht sicher waren, ob es der Andere aushält im ruhigen Pulsbereich zu fahren, musste Edith mit Norbert mit und ich habe sicherheitshalber Claus noch engagiert. Gebracht hatte es natürlich wieder wenig. Es war trotzdem eine schöne Tour. Um dem drohenden Gewitter zu entgehen, mussten wir alle 4 am Ende noch mal Gas geben, um den Abend auf Herdts Terrasse ausklingen zu lassen. Norbert hatte vor unserer Tour schon über 100 km geradelt und in der letzten Woche über 300 km weggestrampelt. Aber Ruhe bewahren, es wird schon! Ich brauche jetzt erst mal Laufkilometer. Norbert sei Dank, meine Laufräder sind bestellt!

Freitag, 20.05.2011, maui

Gestern ist es passiert. Ich bin wieder vom Rad abgestiegen! Mitten in Darmstadt auf dem Luisenplatz. Diese sch... nassen Straßenbahnschienen! Kopfaua, Finger dick, Knie auf, Rippe und Hüfte geprellt. Aber Achtung Staffel: Zu freu gefreut! Das wird alles ignoriert und macht mich nur noch stärker im Kampf um die Triathlonvorherrschaft in Wallstadt! Von mir aus könnt ihr auch mit 7 Triathlonlenkern gleichzeitig fahren! Jetzt muss ich mich aber dringend um meine neuen Laufräder kümmern…

Dienstag, 17.05.2011, maui

Letzte Woche war die Hölle! Nach dem Trainingswochenende in Roth und den 4,1 km Kraul am Sonntag im Schwimmbad in Großwallstadt ständig diese Leistenbeschwerden. Meine alte Schwäche, wegen der ich früher einmal 6 Monate keinen Sport machen konnte. Sofort wacht der Hypochonder im Mann auf: Kariereende, nie wieder Sport, oh je, ich werde dick und fett! Und dass so kurz vor dem ersten Vorbereitungstriathlon in der Saison. Das erste Mal Kräftemessen im Wasser mit Yvi.
Auch ich habe natürlich inzwischen nachgerüstet und mir einen sündhaft teuren Neoprenanzug gekauft. Der Alte hatte ja zum Glück schon ein paar kleine Löcher, da musste ich selbstverständlich handeln! Und was sind schon ein paar hundert Euro gegen mögliche 15-30 Sekunden im Wasser!
Mit meinen Wehwehchen ist das so eine Sache. Sie kommen manchmal und sind dann irgendwie wieder weg. So war es auch diesmal. Sobald der Startschuss beim Kurztriathlon in Fulda fiel, hatte ich keine Beschwerden mehr. Doch (noch) kein Kariereende!
Yvi startete 40 Minuten vor mir. Sie hatte meinen Ratschlag nicht befolgt sich in Ihrer 8er Gruppe nach Leistung einzuordnen. Sie startete als Letzter und musste einige Teilnehmerinnen überholen. Das kostet Kraft und Zeit! Das war jetzt meine Chance! Aus rein egoistischen Gründen hatte ich ihr sowieso geraten, es langsam beim Schwimmen anzugehen. Sie solle dran denken, dass sie noch Radfahren und Laufen muss.
Ich selbst habe das Schwimmen natürlich richtig ernst genommen und bin so schnell geschwommen wie es ging. Das Radfahren und Laufen war dann ja auch egal! Hauptsache ich bin im Wasser schnell! Die Taktik ging auf. Ich schwamm so schnell wie noch nie. Ich würde sagen ohne Yvis Fehler beim Start, hätte ich ein Unentschieden erreicht. Ein erster Teilerfolg für mich!
Norbert war auch wieder da in Fulda. Aber nicht als Teilnehmer, sondern er ist mit Dieter B. und Claus B. mit dem Fahrrad nach Fulda gekommen. Überhaupt habe ich den Eindruck, er hat die komplette Woche nach Roth auf dem Fahrrad gesessen. Zu sehr nagt die 3. Trainingsrunde in Roth an seinem Stolz. Und es laufen noch ganz andere Dinge im Hintergrund. Yvi musste für Norbert wieder 3 verschiedene Triathlonaufsätze zum Ausprobieren vom Zweiradshop mitbringen. Die beiden haben gehofft, dass ich das nicht mitbekomme, aber ich habe auch meine Informationsquellen! Einen Hoffnungsschimmer hatte ich dann, als ich bemerkte, dass Norbert auf der Heimfahrt von Fulda mit Dieters Bus ein wenig weggenickt ist!
Was ich allerdings gar nicht verstehe: Wieso will die Großwallstädter Staffel mitten im Wettbewerb duschen? Yvi wird im Wasser sowieso nass und Norbert hoffentlich später auch! Nur für Jürgen fällt mir nichts ein!

Meiner Leiste geht es wieder gut. Jetzt heißt es ruhig die langen Lauf- und Radeinheiten angehen.

Donnerstag, 12.05.2011, norbert
Ein schöner Beitrag von Maui, jedoch nicht ganz vollständig. Aber es ehrt ihn, dass er nicht erwähnt, dass ich gegen Ende der dritten und letzten Runde die Segel streichen musste! Ausgerechnet am Solarer Berg! Ausgerechnet dort, wo nach Aussage unseres Wirts im Rennen etwa 10.000 Leute auf 600 Meter Strecke stehen, dort musste ich Maui ziehen lassen. Welcher Schmach! Zum ersten mal überhaut ist er mir am Berg davongefahren!  Dabei musste ich schon in Greding, am längsten Anstieg, dem Kalvarienberg, bereits Tempo herausnehmen, was ich aber noch mit diversen Ausreden wie, nach Puls fahren oder Flüssigkeit sparen, kaschieren konnte. Ausserdem fange ich mit den langen Touren ja erst an und habe noch etwas Zeit. Trotzdem war Maui mein Schwächeln nicht verborgen geblieben und er stellte mir eher beiläufig die Frage, ob wir in Hiltpoltstein abkürzen wollen? Niemals!, lautete sofort meine klare Antwort. Die Ehre des Radsportlers ist unantastbar! Auch wenn mein innerer Schweinehund mir sofort die heftigsten Vorwürfe gemacht, und mich dann am Solarer einen Looser genannt hatte! Tatsächlich habe ich die Tour dann auch anständig und in Würde zu Ende gebracht. Mit einem Schnitt von 30,3 Kilometern die Stunde sogar noch voll im Soll!  Maui hat sich zwar etwas gewundert, warum ich die letzten 150 Meter bis ins Quartier nur noch einbeinig getreten habe, aber Krampf ist eben Krampf und wofür hat der Mensch denn zwei davon? Ok Maui, mein Vorschlag: Machen wir`s wie beim Ritter der Kokosnuss. Einigen wir uns auf Unentschieden!

Ich bin mir übrigens sicher, dass er mit seinem Bericht nur den Psychologen spielt, um mich in Sicherheit zu wiegen. Aber gib es auf Ironman! Es hat keinen Zweck! Ich weis, dass ich noch viel trainieren muss und unseren Ausflug werte ich übrigens auch als einen absoluten Trainingserfolg. In zwei Tagen über 270Km und so genau auf den Punkt den Akku leerfahren. Auf den Punkt Füllstand Null Komma Null. Das soll erst einmal einer nachmachen! – Übrigens zu deinem Punkt 4: Schau mal in der Dusche nach!  

Dienstag, 10.05.2011, maui

Jetzt sind es nur noch 8 ½ Wochen bis zum 10.07.2011 (Challenge Roth). Bisher bin ich mit meiner Vorbereitung sehr zufrieden. Aber spätestens nach der Staffel-Zusage von Jürgen muss ich mich wohl damit abfinden, dass die Staffel eine bessere Zeit erzielen wird, als ich. Aber das war auch vorher schon klar. Yvi ist wieder richtig gut drauf beim Schwimmen! Seit dem das Wällschter Schwimmbad aufgemacht hat, ist sie fast täglich im Wasser. Letzte Woche müssten es fast 9 km bei ihr gewesen sein. Aber auch ohne dieses Training, sie schwimmt einfach gut.

Norbert, der alte Fuchs fängt jetzt an die ganz langen Ausfahrten zu machen. Mein konditioneller Vorsprung schmilzt, obwohl ich mit meiner Form auf dem Rad sehr zufrieden bin.

Letzten Freitag und Samstag war ich mit meinen 2 „Gegnern“ in Hilpotstein, um die Radstrecke in Roth abzufahren. Am Freitag eine Runde (90 km) mit Yvi und Norbert, am Sonntag noch eine Runde mit den Beiden, dann noch eine Runde nur noch mit Norbert. Die erste Runde hieß es die Strecke zu erkennen, danach versuchte man sich schon einige Passagen einzuprägen. Insgesamt waren es 273 km. Das Wetter war genial, der ganze Ausflug war klasse. Schade, dass Edith keine Zeit hatte. Es hätte ihr auch gefallen! Norbert hat natürlich wieder die ganze Zeit an seinem Rad herum gebastelt, um die optimale Position auf dem Rad und die beste Zeit herauszuholen. In Abhängigkeit von der Radhose wird der Sattel eingestellt! Ich habe in den letzten 2 Jahren meinen Sattel ein einziges Mal verstellt. Er ist eben ein Perfektionist mit seinem Rad!

Die Radstrecke in Roth gefällt mir! Man kann recht flüssig fahren, der Belag ist gut. Die Strecke kommt mir (mit dicken Oberschenkeln) eher entgegen als dem Bergspezialisten Norbert. Nur der Wind auf den vielen freien Strecken könnte auf die Dauer ein Problem werden. Aber auch damit müssen sich alle herum plagen!

Am Sonntag sind Yvi und ich noch Teile der Marathonstrecke abgelaufen. Das wird bestimmt hart werden. Die Strecke führt am Kanal entlang, teilweise kilometerlang geradeaus! Die Schwimmstrecke am Kanal haben wir uns auch angesehen. Das muss eine tolle Atmosphäre sein!

Das Feeling vom Wettkampf lässt sich durch ein Video gut einschätzen (Kopfhörer auf und zurücklehnen):
Video_Roth

Zumindest ich bekomme jetzt schon eine Gänsehaut beim Zuschauen!

Die Vorfreude auf den Wettkampf überwiegt. Ja – ich freue mich auf den Wettkampf.

Ich setze mir die Ziele (in dieser Reihenfolge):

1.    Ankommen

2.    Spaß haben am Wettkampf

3.    Unter 11:00 Stunden bleiben

4.    Wo bleibt die Staffel?

Montag, 02.05.2011, maui

Schneller als der maui…

das war das Motto beim Äppelwoifest am 19.06.2010 in Manfred Geis‘ wunderschönem Hof. Es ging mal wieder um den Sport, es ging mal wieder um das faszinierende Thema Triathlon Langdistanz. Thomas „maui“ Mauerhoff hatte sich entschlossen, nach 2 Ironman (2008 und 2010 in Frankfurt) im Jahr 2011 an der Challenge in Roth teilzunehmen. Roth ist die Geburtsstätte der Deutschen Triathlon Langdistanz. Die Strecken von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen kann man hier in einer ganz besonderen Atmosphäre erleben.
Nun saßen Norbert Herdt und Yvonne „Yvi“ Hein zusammen und hatten in Klaus-Peter Hefter endlich einen Mittäter gefunden, der bereit war, die Laufstrecke in einer Triathlon-Staffel zu übernehmen. Die restlichen Rollen waren schnell verteilt: Yvi sollte Schwimmen. Sie hatte bei Churfrankentriathlon in Niedernberg schon bewiesen, dass sie im Wasser schneller sein kann als maui. Norbert ist ohnehin der „Wällschter“ Radguru - und das nicht nur auf dem Mountainbike. Das Ziel war schnell formuliert: „SCHNELLER ALS DER maui“!
Was in einer festlichen Stimmung schnell dahingesagt ist, wurde sofort umgesetzt. Die Anmeldung für eine Großwallstädter Staffel-Mannschaft bei einer Triathlon-Langdistanz war perfekt.
Nun begann das Training.  Norbert ließ oft sein geliebtes MTB stehen und vergnügte sich im Winter auf der Rolle und im Frühjahr dann mit dem Rennrad. Trainingspläne waren schnell erstellt. Seitdem tüftelte Norbert hunderte von Male an seinem Rennrad herum, um die optimale Position auf dem Rad zu erreichen um noch einige Hundertstel von Sekunden herauszuholen. Seine bessere Hälfte Edith musste statt in den Urlaub mit ins Trainingslager. Statt Mallorca wurde es der Schwarzwald und die geliebten Vogesen.
Und auch Yvi quälte sich im Winter im ungeliebten Hallenbad in Kleinwallstadt und zählte fleißig die Kacheln unter ihr.  Sie beschäftigte sich sogar mit einigen Technik-Übungen, womit sie damit auch noch andere TVGler traktierte.

Da aber auch maui nicht faul war und sich u.a. in 2 Trainingslagern auf Fuerteventura und Mallorca auf Roth vorbereitete und die ersten Testergebnisse auf eine gute Frühform hinwiesen, kam Unsicherheit im Staffelteam auf, ob man das sicher geglaubte Ziel auch erreichen wird. Da Yvi auf dem Rad große Fortschritte machte, übte Norbert schon mal seinen Kraulseitschwung. Vielleicht konnte man durch tauschen der Disziplinen eine bessere Zeit erzielen? Aber dieser Selbstversuch musste verworfen werden. Norbert bemängelte, dass er keinen Durst mehr nach dem Schwimmen hatte.

Zu allem Überfluss signalisierte Klaus-Peter Hefter auch noch, dass er verletzungsbedingt nicht wie geplant den abschließenden Marathon wird Laufen können. Jetzt hieß es schnell handeln.  Nach Absagen einiger Ersatzkandidaten holte man sich Jürgen Stenger als Läufer ins Team. Jürgen hat schon mehrfach die Gesamtdistanz in Roth absolviert und gehörte dort mit seinen Leistungen immer zu den herausragenden Akteuren. Er finishte letztes Jahr in einer Gesamtzeit von 9:30 h und ist in der Lage den Marathon unter 3 h zu Laufen. Damit sollte es zu schaffen sein, das gesetzte Ziel zu erreichen!

Aber auch maui wird noch versuchen, einige Reserven frei zu machen. So arbeitet er intensiv an der Optimierung seines unverwechselbaren Laufstils und spielt zudem mit dem Gedanken sich die Behaarung an Armen und Beinen zu entfernen.

Es wird sicherlich sehr spannend am 10.07.2011!

Samstag 19.02.11, norbert
Ja, ich habe schon lange nicht mehr an unser Ding gedacht. Erst wieder seit heute, denn Maui ist gerade ins Trainingslager nach Fuerteventura abgeflogen. Eine Woche bei Temperaturen über 21 Grad! Optimal! Dabei hat er im März noch ein weiteres Trainingslager auf Malle auf dem Programm. Im Lager unserer Staffel sieht es dagegen momentan so düster aus wie das Wetter. Ich quäle mich nicht nur mit dem obligatorischen Übergewicht, sondern erstmals seit vielen Jahren auch noch mit einer hartnäckigen Grippe herum und kann schon eine Woche nicht trainieren. Auch bei Klaus scheint es nach Hörensagen nicht optimal zu laufen. Offenbar machen ihm seine alten Knieprobleme wieder zu schaffen. Einzig Yvonne liegt im Soll. Immer gut gelaunt hat sie mittlerweile gefühlte Hunderte von Kilometern in diversen Schwimmbädern heruntergerissen. Man munkelt, sie sei mittlerweile sogar schneller unterwegs als Maui!? Na ja, typisch Karrer halt! Immer beißen, beißen, beißen! Mir geht es aber auch moralisch nicht gut, denn ich habe versehentlich das Tour de France -Video vom Col de Platzerwasen gelöscht! Dort, in den Vogesen, wollte ich doch im Frühjahr Wettkampfhärte trainieren! Wenn das kein schlechtes Zeichen ist! Zum Glück ist die Zeit des blöden Rollentrainings fast vorbei! Aber es sind ja immerhin noch 140 Tage, 4 Stunden und 13 Minuten bis zum Start.

Ach ja, habe mir mal schon ein Video vom Solarer Berg angeschaut.
http://www.youtube.com/watch?v=FAutyYiTUmw&feature=related

Fortsetzung folgt.....

Mittwoch 28.07.2010, norbert
Habe heute die Anmeldunterlagen und 160 Euro Startgebühr zu Yvonne gebracht. Klaus war auch da. Wir haben uns vorgenommen, auf jeden Fall unter 11 Stunden zu bleiben - und natürlich vor Maui! Morgen will ich Rennrad fahren. Im Odenwald. Top-Strecken dort, ohne viel Autoverkehr! Wer immer das liest, kann sich gerne einige Tracks bei mir ordern. Ich fahre übrigens jetzt wieder den Ultremo R1 Reifen von Schwalbe. Das Teil ist auch sauschnell und passt dazu optisch viel besser an mein Stevens SCF SL. Ob ich damit beim Tria nicht doch schneller gewesen wäre? Die Seite von Roth habe ich mittlerweile zu meinen Favoriten hinzugefügt ........ 
War heute übrigens bei meinem Radhändler. Neuer, längerer Vorbau und eine andere Sattelstütze. Teile, die mich auf meinem Rennrad im Uhrzeigersinn nach vorne kippen und in eine Sitzposition näher zur Tretlagermitte bringen. Ich habe damit zwar immer noch nicht die aerodynamischen Werte von Mauis Zeitfahrmaschine, aber ich komme sicher ganz nahe dran! ... Wir gewinnen!

Montag 26.07.2010, norbert
Tatsächlich, er hat`s getan. Er hat uns angemeldet! In Roth, beim Triathlon Challenge! Einem der weltgrößten Spektakel im Triathlon überhaupt. Uns zwar „nur“ in der Staffel, aber immerhin, wir werden im Jahr 2011 dort am Start stehen. In einem riesigen Athletenblock, zusammen mit den weltbesten Triathletinnen und Triathleten überhaupt! Ich öffne noch einmal die Mail von Maui, denn glauben kann ich es doch noch nicht ganz. Schließlich war gestern Abend Weinberghüttenfest, und ich habe dort meine Radzeit beim Churfranken-Triathlon ausgiebig gefeiert. Meinen kleinen persönlichen Sieg, denn meinen Schnitt von 32km/h auf der selektiven Radstrecke konnte ich in diesem Jahr noch einmal um 2km/h verbessern. Und das im Alter von fast 52! Dabei hatte ich doch mit Hobby Radrennen fast abgeschlossen und begonnen, meine bescheidenen Erfahrungen an Jüngere weiterzugeben!  Wäre ich neulich doch bloß nicht auf das Hoffest von Manfred gegangen! Dort hatten wir beim „Eppelwoi“ die Schnapsidee geboren und eigentlich, nur so zum Spaß, das ganze Szenario so durchgespielt ....... Übrigens: Natürlich werden wir unsere Zeit mit der von Maui vergleichen, der dort alle drei Distanzen absolvieren wird!